In der freien Natur fressen Hamster gerne Früchte, Samen und Blätter, auch Hülsenfrüchte und Getreide werden als Hamsterfutter heiss geliebt.

Besondere Leibspeisen der Hamster sind dabei Insekten (wie Grashüpfer und Insektenlarven ) sowie kleine Würmer.
Die Ernährung der Hamster ist omnivor, so ernähren sich Hamster sowohl pflanzlich (Getreide und Kräuter) als auch von tierischen Bestandteilen – die richtige, ausgewogene Ernährung eines Hamsters trägt dabei wesentlich zu seiner Gesundheit bei.

Hamster mögen von Natur aus eine abwechslungsreiche Ernährung. 50 Prozent und somit den Hauptbestandteil des Hamsterfutters bildet Getreide, das man als Fertigmisch-Hamsterfutter im Fachhandel oder bei Amazon kaufen kann.

Das Frischfutter ist dabei sehr wichtig und sollte ca. 40 Prozent des Hamsterfutters ausmachen. Die restlichen 10 Prozent des Hamsterfutters sollten auf tierische Eiweiße entfallen. Bei Zwerghamstern liegt der Eiweißanteil des gesamten Hamsterfutters bei sogar bis zu 50 Prozent. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Hamsterfutters ist dabei Heu, das zu etwa 25 Prozent aus Rohfasern besteht.

Durchfallerkrankungen kann durch eine ausreichende Menge an Rohfasern vorbeugt werden. Diese unverdaulichen Stoffe sorgen dafür, dass das Hamsterfutter gleichmäßig durch den Verdauungstrakt des Hamsters transportiert wird, und wirken somit ähnlich wie die Ballaststoffe bei uns Menschen. Zucker gehört dabei auf keinem Fall ins Hamsterfutter.

Beim Kauf von Hamsterfutter- Fertigmischungen sollte man darauf achten, dass diese keinen Zucker enthalten, da der Hamster sonst an Diabetes erkranken kann. Zucker könnte auch Krankheiten im Magen-Darm-Trakt des Hamsters auslösen. Hamster nehmen den größten Teil der Flüssigkeit über das Frischfutter auf, jedoch sollte man darauf achten, dass die Trinkflasche immer mit frischem Wasser gefüllt ist.

Zuerst einmal ein paar grundlegende Tipps zur Hamsterfütterung:

Dem Hamster sollte man 2 separate Futternäpfe geben:

  • Futternapf für das Trockenfutter
  • Futternapf für das Frischfutter

Beide Futternäpfe sollten schwer genug sein, dass diese nicht einfach umkippen. Der Durchmesser der Futternäpfe sollte nicht größer als 5 Zentimeter sein, damit sich der Hamster nicht in sein Futter hineinsetzen kann. Futternäpfe aus Keramik oder Steingut bieten sich sehr gut an, diese sollten einen etwa zwei Zentimeter hohen Rand haben, der nach innen geht.

Trinkwasser sollte nicht in einem offenen Trinkgefäß gegeben werden, da dieses Gefäß zu schnell verschmutzt. Am Besten eignet sich eine Hamster-Trinkflasche (diese sollte einen Kugelverschluß haben), die von außen an den Hamsterkäfig montiert wird.

Von Natur aus möchte sich der Hamster, sobald er am Abend munter wird, in Aktivitäten stürzen.
Hamster in der freien Natur legen oft weite Strecken auf der Suche nach Futter zurück und müssen ständig auf der Hut vor möglichen Angreifern sein. Der Hamster zuhause wird sich daher freuen, wenn sein Alltag ähnlich gestaltet ist. Damit der Hamster mit Suchen beschäftigt ist, kann man einige Leckereien des Hamsterfutters im Gehege verstreuen.

Trockenfutter als Hamsterfutter

Fertigmischungen bilden die Nahrungsgrundlage des Hamsterfutters. Das Fertigfutter enthält alle wichtigen Stoffe die Hamster benötigen. Zwerghamster brauchen eine Hamster-Futtermischung, die auch feine Samen enthält. Im Handel wird inzwischen auch Zwerghamster- Fertigfutter mit Insekten, Feinsamen und vielem mehr als Hamsterfutter angeboten.

Man kann aber auch dem normalen Hamsterfutter, das große und grobe Körner enthält, Wellensittichfutter untermischen.
Die Futtermischung für Wellensittiche enthält Hanf- und Hirsesaaten, die auch den Zwerghamster bestens schmecken.

Natürlich kann man das Hamsterfutter auch selbst zusammenstellen. Dazu brauchen Sie Haferflocken, Buchweizen, Kolbenhirse, Maiskörner und etwas Knäckebrot. Um das Hamsterfutter abwechslungsreich zu gestalten, kann man jedes Mal wahlweise noch Pinienkerne, Erdnüsse, Hundekuchen, zuckerfreie Cornflakes, Rispenhirse, Sonnenblumenkerne oder Weizenkörner unter das Hamsterfutter mischen. Ab und zu kann man auch Leckereien wie Rosinen, Kürbiskerne, Trockenfrüchte, Walnüsse und Hamsterwaffeln beigeben – diese Leckereien sollten allerdings nur zwischendurch gefüttert werden.

Frischfutter als Hamsterfutter

Frischfutter wie Gemüse und Obst sollte man nur in kleinen Mengen geben, die der Hamster auch in einer Nacht alles fressen kann. Frisches Hamsterfutter verdirbt recht schnell, daher sollte man das nicht verzehrte Frischfutter am nächsten Tag wieder aus dem Hamsterkäfig nehmen. Hamster sammeln alles Essbare in ihren Backentaschen und bringen es anschliessend in ihr Häuschen. Auch wenn das Futterschälchen vermeintlich leer ist, bedeutet das noch lange nicht, dass der Hamster nichts zu fressen hat, meist hat der Hamster es einfach nur in seinen Verstecken gebunkert.

Das frische Hamsterfutter sollte dabei in einer separaten Keramikschale gereicht werden. Auf keinen Fall sollte man das Frischfutter auf das Schlafhäuschen legen, feuchtes Obst oder Gemüse könnte das Holz aufweichen, was dann zur Schimmelbildung führt. Frischfutter sollte man immer mit warmem Wasser abwaschen, bevor man es dem Hamster gibt.

Grünfutter für den Hamster sollte nie von Wiesenrändern an stark befahrenen Straßen stammen, auch nicht von Feldern, auf denen häufig Hunde und Katzen herumtoben. Pestizide, Insektizide, Abgase und Hinterlassenschaften von anderen Tieren können Erkrankungen beim Hamster zur Folge haben.

 

Was darf ich alles in den Frischfutternapf geben ?

Bei Früchten sollte man vorsichtig sein, meist enthält Obst Zucker (süße Obstsorten, Zitrusfrüchte oder Steinobst), welches ja sehr schädlich für Hamster ist. In den Samen von Steinobst ist Blausäure enthalten, die für den Hamster giftig ist. Ab und zu kann man kleine Mengen Apfelstücke, Erdbeeren und Himbeeren als Hamsterfutter verfüttern. Wassermelone sollte dabei besonders selten gereicht werden, da diese sehr viel Wasser enthält. Von Natur aus nehmen Hamster eher wenig Wasser zu sich, so kann der hohe Wassergehalt der Wassermelone die Nieren des Hamsters überfordern.

Bei Gemüse ist die Auswahl jedoch viel einfacher, generell darf Gemüse häufiger verfüttert werden als Obst. Hamster lieben dabei besonders Karotten, Paprika und Sellerie. Brokkoli oder Zucchini darf als Abwechslung auch ab und zu gefüttert werden. Gurken und Tomaten sind ebenfalls als Hamsterfutter sehr beliebt, jedoch ist hierbei auch wie bei der Wassermelone darauf zu achten, die Verdauungsorgane von Hamstern sind nur auf verhältnismäßig viel Flüssigkeit ausgelegt, wird dem Hamster zu viel Flüssigkeit gegeben, zum Beispiel in Form von stark wasserhaltigem Gemüse wie Gurke und Tomate, kann sich dies schädlich auf die Nieren des Hamsters auswirken.

Beim Hamster-Grünfutter kann man dagegen großzügiger verfüttern, egal ob Gänseblümchen, Löwenzahnblätter, Wegerich, Gras oder Klee – Hamster lieben das saftige Grün.

Eiweißhaltiges Hamsterfutter

Einen weiteren wichtigen Anteil eines ausgewogenen Hamsterfutters macht das Lebendfutter bzw. Eiweißfutter aus. In den Hamsterfutter-Mischungen, welche im Handel oder bei Amazon erhältlich sind, sind meist auch eine geringe Mengen von Eiweiß mit enthalten, diese Mengen an Eiweiß reichen jedoch nicht aus, um den Bedarf des Hamsters zu decken. In der freien Natur schnappen sich Hamster schon mal das eine oder andere Insekt oder gar einen Wurm oder eine Larve, aber auch Zuhause benötigt der Hamster das tierische Eiweiß. So kann man dem Hamster entweder ausgewachsene Insekten, wie zum Beispiel, Larven, Wachsmotten und in geringen Mengen Mehlwürmer verfüttern. Auch Puppen eignen sich sehr gut, da sie nicht davonlaufen. Wer sich jedoch vor der Fütterung von Hamster-Lebendfutter ekelt, kann seinem Hamster auch Schildkrötenfutter oder Zierfischfutter mit Eiweiß anbieten. Wertvolle Proteine enthalten ebenfalls Bachflohkrebse und eignen sich daher auch besonders gut für Zwerghamster. Als eiweißhaltiges Hamsterfutter eignen sich ebenfalls bestens auch Naturjoghurt, Quark, Sojasprossen um den Eiweißbedarf des Hamsters decken. Gelegentlich kann man dem Hamster auch das Eiweiß von einem gekochten Ei als Hamsterfutter geben. Das Eigelb sollte dann jedoch entfernt werden, da es zu cholesterinreich ist.

 

Hamster lieben Äste und Zweige

Hamster sind Nagetiere, jedoch Nagen die Hamster nicht nur zum Spass – Hamster haben wurzellose Zähne, die ein Leben lang wachsen. Damit die Hamsterzähne nicht zu lang werden, müssen die Hamster ihre Zähne abnutzen. Daher benötigen die Hamster reichlich Material zum Nagen im Käfig.

Zum Nagen der Hamster eignet sich nicht nur bestens ein Nagestein, auch Zweige von Nussbäumen und Obstbäumen (jedoch nicht von Kirschbäumen und Pflaumenbäumen) sind bestens geeignet. Die Äste von Buchen, Pappeln und Weiden tun dabei auch gute Dienste. Jedoch sollte man darauf achten, dass die Äste unbehandelt sind. Heu und Kräuter eignen sich nicht zur gut zum Nestbauen, auch als Hamsterfutter werden diese heiß geliebt.

Hamster lieben es zu Nagen

Im Handel (in der Zoohandlung, Amazon, usw.) werden Ergänzungspräparate angeboten um eigentlich Ernährungsmängel auszugleichen. Wenn der Hamster gesund und abwechslungsreich gefüttert wird, braucht er weder Vitaminzusätze noch einen Salzleckstein in seinem Hamsterkäfig. Denn auch ein Überschuss an Vitaminen kann schädlich für den Hamster sein. Zu viel Vitamin C säuert den Urin des Hamsters an, eine zu hohe Dosis an Vitamin D führt zu Stoffwechselstörungen. Zusätzliche Vitamine sind nur dann sinnvoll, wenn der Hamster krank ist. Ein Salzleckstein kann dem Hamster mehr Schaden zufügen, da dieser tatsächlich nicht benötigt wird. Wenn ein Hamster mehr Salze aufnimmt als er benötigt, überlastet die auf Dauer die Nieren. Sollte der Hamster jedoch einen Salzleckstein benötigen, muss darauf geachtet werden, dass der Hamster ausreichend Trinkwasser zur Verfügung hat. Auch der kalziumreiche Nagerstein kann getrost weggelassen werden, wenn kein Kalziummangel vorliegt.

Das sollte nicht zum Hamsterfutter gehören:

  • Ananas (verursacht Übersäuerung)
  • Aprikose (verursacht Übersäuerung)
  • Bärenklau (giftig)
  • Beeren der Stechpalme (giftig)
  • Blattsalat (zu stark belastet)
  • Bohnen (schwer verdaulich; giftig)
  • Bohnenhülsen und Samen (giftig)
  • Bucheckern (giftig)
  • Chips (Salz verursacht Nierenschäden; auch Gewürze schaden dem Hamster)
  • Drops (enthalten zu viel Zucker)
  • Eicheln (giftig)
  • Eigelb (enthält zu viel Cholesterin)
  • Eisbergsalat (zu stark belastet)
  • Feldsalat (zu stark belastet)
  • Fruchtjoghurt und –quark (enthalten zu viel Zucker)
  • Gummibärchen (verkleben die Backentaschen)
  • Honigmelone (enthält zu viel Zucker)
  • Johannisbeeren (verursachen Übersäuerung)
  • Kartoffeln roh (schwer verdaulich; giftig)
  • Kekse (enthalten zu viel Zucker)
  • Kirsche (verursacht Übersäuerung)
  • Kiwi (verursacht Übersäuerung)
  • Knoblauch (verursacht Blähungen; giftig)
  • Kohlrabi (verursacht Blähungen)
  • Kohlsorten (verursachen Blähungen)
  • Lauch (verursacht Blähungen)
  • Mangold (schwer verdaulich)
  • Möhrenblätter (zu stark belastet)
  • Nektarine (verursacht Übersäuerung)
  • Nüsse gesalzen (Salz verursacht Nierenschäden)
  • Pfirsich (verursacht Übersäuerung)
  • Pflaume (verursacht Übersäuerung)
  • Rhabarber (schwer verdaulich)
  • Rote Beete (schwer verdaulich)
  • Salat (zu stark belastet)
  • Salzstangen (Salz verursacht Nierenschäden)
  • Sauerampfer (schwer verdaulich)
  • Schnittlauch (verursacht Blähungen)
  • Schokolade (verklebt die Backentaschen)
  • Schweinefleisch (enthält zu viel Fett)
  • Spinat (schwer verdaulich)
  • Steinobst (verursacht Übersäuerung)
  • Steinobstkerne (enthalten Blausäure; giftig)
  • Süßigkeiten (verkleben die Backentaschen)
  • Tollkirsche (giftig)
  • Tomatenblätter
  • Wirsing (verursacht Blähungen)
  • Zitrusfrüchte (enthalten zu viel Fruchtsäure)
  • Zwiebel (verursacht Blähungen; giftig)
  • Pflanzen & Nagematerial
  • Bogenhanf (giftig)
  • Buntwurz (giftig)
  • Dieffenbachie (giftig)
  • Efeu (giftig)
  • Efeutute (giftig)
  • Eibe (giftig)
  • Eiche + Eicheln (enthalten Blausäure)
  • Einblatt (giftig)
  • Elefantenohr (giftig)
  • Flamingoblume (giftig)
  • Gefleckter Schierling (giftig)
  • Goldregen (giftig)
  • Hahnenfußgewächse (giftig)
  • Herbstzeitlose (giftig)
  • Hortensie (giftig)
  • Kirschbaum (giftig)
  • Kolbenfaden (giftig)
  • Maiglöckchen (giftig)
  • Nadelbäume (enthalten Harze bzw. unverträgliche Öle)
  • Palmlilie (giftig)
  • Pflaumenbaum (giftig)
  • Pusteblume (giftig)
  • Oleander (giftig)
  • Rhododendron (giftig)
  • Rosskastanie + Kastanien (enthalten Blausäure)
  • Schmalblättriger Berglorbeer (giftig)
  • Schneeglöckchen (giftig)
  • Schwarzer Nachtschatten (giftig)
  • Schwarze Tollkirsche (giftig)
  • Stechpalme (giftig)
  • Tulpe (giftig)
  • Weihnachtsstern (giftig)
  • Wolfsmilchgewächse (giftig)
  • Zimmeraralie (giftig)
  • Zimmerkalla (giftig)


Süßigkeiten wie Schokolade schaden dem Hamster sehr und können darüber hinaus seine Backentaschen verkleben. Die Backentaschen dienen als Vorratsraum für Hamsterfutter während der Futtersuche und sind recht empfindlich. Auf zuckerhaltige “Nagerspeisen” wie “Drops” oder Knabberstangen sollten ebenfalls verzichtet werden, diese können Durchfall verursachen.

Noch kurz ein Tipp: Vermeiden Sie das Hamsterfutter in einer Schale anzubieten. Verstreuen Sie es einfach im Hamsterkäfig. Der Hamster sammelt das Hamsterfutter gerne ein und hat so eine interessante Beschäftigung 😉